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11.08.2012 / Mehr vom Bild / Florian Goisl, Christoph Steinecke

TEST: GROSSBILD-TV: LG, PANASONIC, SAMSUNG, SONY

Früher als Jumbo-TV apostrophiert – heute bereits mehrheitsfähig: 55-Zoll-Fernseher versprechen ein faszinierendes Grossbilderlebnis. Und dies schon zu günstigen Preisen und bei moderatem Stromverbrauch.

 

Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Displays mit 140 Zentimetern Bilddiagonale sündhaft teuer und von ihrem Einsatzzweck her veritablen Heimkinos vorbehalten. Mit der rasant voranschreitenden Umstellung der Programmanbieter auf HDTV kommt nun auch der „durchschnittliche“ Fernsehkonsument auf den Geschmack. Sportive Grossereignisse wie die Fussball-EM oder die Olympischen Spiele wirken auf den 55-Zöllern einfach grandios. Ganz zu schweigen von guten Blu-ray-Produktionen, welche die Full-HD-Auflösung der Displays voll ausnutzen und auch in 3D Kino-Feeling aufkommen lassen. Wir haben vier interessante Vertreter der Jumbo-Fraktion für Sie unter die Lupe genommen. Alle können sich dank geringer Bautiefe und geschmackvollem Design selbst in einer anspruchsvollen Wohn­umgebung sehen lassen. Unterschiede gibts bei der Bild- und Tonqualität.

 

Nachfolgende Tests wurden im Sommer 2012 durchgeführt. Einen Test der neusten 55-Zoll-Modelle finden Sie in diesem Beitrag.

 

 

 

LG 55LM960V

Für über 4000 Franken ist der LG der teuerste TV im Test; dafür bietet er viele Extras. Highlight ist die aufwendige Hintergrundbeleuchtung, die voll­flächig hinter dem Display sitzt. Ihre Helligkeit wird in feinen Quadranten dem Bildinhalt angepasst (Full LED Local Dimming), was Kontrast und Schwarz-Weiss-Übergänge optimiert.

 

Ausstattung und Bedienung

Zur Erzeugung des 3D-Bilds dient die Polfiltertechnik: Dem TV liegen vier passive 3D-Brillen sowie zwei „Dual Play Game Glasses“ für Spiele mit geteiltem Bildschirm bei. Der eingebaute Satellitentuner unterstützt drehbare Sat-Antennen. Tüftler freuen sich über die 20-stufige Farbtemperatur-Feineinstellung und ein Farbmanagement mit 18 Punkten. Der Mediaplayer spielt zahlreiche Videodateitypen ab und kann via USB, Netzwerk-Stream, Wi-Fi Direct und HDMI-MHL gefüttert werden. Internet-Apps gibt es zuhauf, besonders die Youtube-App mit ­HD- und 3D-Unterstützung gefiel uns. Ein praktisches Extra ist die „Magic Motion“-Fernbedienung mit Maus-Cursor-Steuerung, die die Bedienung vor allem im Multimediabetrieb erleichtert. Mit einem demnächst verfügbaren Update soll sich der TV per Stimme steuern lassen. Das Menü gestattet einen schnellen Zugang zu den Bildreglern, wirkt aber unübersichtlich. Der gut vorsortierten Senderliste fehlen Favoriten­listen und eine durchgängige Nummerierung.

 

Das ­Design der Fernbedienung wirkt altbacken, die Handhabung ist aber gut. Alternativ lässt sich der TV mit der Zeigestift-Fern-bedienung „Magic Motion“ steuern.

 

Bildqualität Fernsehen

Bei Bedarf entsteht ein sehr helles Bild, allerdings spiegelt der Bildschirm stark. Natürliche Bilder liefern die Voreinstellungen „Kino“ und „isf-Expert“. TV-Sender in Standardauflösung zeigt der LG etwas ­weicher als der Sony KDL-55HX855. Bei HDTV-Sendern gibt es an der Detailzeichnung nichts zu bemängeln. Punkto Bewegungsschärfe kann der LG nicht mit den anderen 55er-TV des Testfelds mithalten, für eine unverwischte und relativ schlierenarme Darstellung von Börsentickern und Fussballspielen genügt die Schärfe jedoch allemal. In komplexen Inhalten zeigen sich hingegen leichte Pixelsäume um bewegte Motive. Das knackigste Bild erzielt die TruMotion-Einstellung „Schärferes Bild“. Dank vollständiger Formatumschaltung mit 4:3, 14:9- und 16:9-Letterbox-Zoom stellt der LG hochskalierte 4:3-Sendungen sauber dar. Auch sein Klang überzeugt: Die nach unten strahlenden Lautsprecher liefern bei Zimmerlautstärke druckvolle Bässe und ausgewogene, transparente Mitten und Höhen.

 

Mit seinem 5 Millimeter schmalen Rahmen und dem W-förmigen verchromten Standfuss ist der LG ein echter Hingucker.

 

 

Bildqualität Blu-ray

Auch hier überzeugt die Detailwiedergabe: Mit Testbildern ergibt sich eine überdurchschnittliche Farbauflösung, feinste Pixelmuster erscheinen ohne Kontrastverlust oder Anschärfung – perfekt für ein Zusammenspiel mit dem PC. Für eine optimale 24p-Darstellung sollte man den Bewegungsverbesserer abschalten, sonst treten leichte Rauschsäume und Mikro-Ruckeln auf. Die Bewegungsschärfe ist nicht so hoch wie bei Videomaterial, schnelle Bewegungen verwischen leicht. Die Farben gefallen hingegen. Der leichte Grünstich lässt sich mit den Farbreglern entfernen (Farbtemperatur 6700 Kelvin). Die grösste Schwäche liegt im Kontrast, denn in dunkler Umgebung tritt bläuliches Restlicht deutlich hervor. Szenen wie die düsteren Innenräume im dritten Kapitel von Krabat  bauen deshalb keine perfekte Bildtiefe auf. Durchzeichnung und Farbdifferenzierung gelingen bei optimaler Helligkeitseinstellung ordentlich. Schräge Blickwinkel quittiert der LG mit starkem Licht- und Kontrastverlust.

 

Fazit

Der 55LM960V ist nicht billig, sein Geld aber durchaus wert: Extravagantes Design, hervorragende Ausstattung, guter Ton und ein vollständiges Farbmanagement sind seine Stärken. Auf der Wunschliste stehen ein besserer Kontrast und noch mehr Bedienkomfort.

 

 

Panasonic TX-P55VT50J 

Bei der neuen VT50-Reihe handelt es sich um die Flaggschiffe von Panasonic: Der Preis von etwas mehr als 3000 Franken für den 55-Zoll-Plasmafernseher erscheint da eher moderat. Überarbeitet wurden Filterscheibe, Leuchtstoff und Display­ansteuerung. Optisch sorgen der schmalere Rahmen und die plane Oberfläche für ­Eleganz.

 

Der Plasmafernseher wirkt schlanker als frühere Modelle, leider ist der Fuss nicht mehr drehbar.

 

Ausstattung und Bedienung

Für 3D liegen zwei Shutterbrillen bei. Der Sync-Impuls zwischen TV und Brille wird per stabileren Funk statt per Infrarot übertragen. Im vorbildlichen Farbmanagement lassen sich eine benutzerdefinierte Gammakurve sowie Farbtemperatur und Farbraum mit 10 respektive 18 Reglern einstellen. Der gute Mediaplayer spielt viele Videodateien ab und reagiert schnell. Im Internetportal finden sich Web­radios, Videotheken und ein Browser; die Youtube-App unterstützt 3D- und HD-Clips. Trotz den vielen Funktionen läuft die Bedienung vorbildlich. Das Menü ist schnell und schnörkellos, die Senderliste gut vorsortiert und mit Filtern versehen. Die USB-Aufnahme mit automatischer Puffer­aufzeichnung lässt sich bequem handhaben. Einzig der Timer ist nicht perfekt, da er nur für 13 Tage programmiert werden kann.

 

Die Fernbedienung zeichnet sich durch grosse, beleuchtete Tasten aus. Zudem liegt eine kompakte Zweitfernbedienung mit Touchpad bei.

 

Bildqualität Fernsehen

Bis auf die Modi „Dynamik“ und „Normal“ liefern alle Voreinstellungen natürliche Bilder. Sie unterscheiden sich vor allem in Grundhelligkeit und Stromverbrauch, der je nach Modus und Bild zwischen 50 und 400 Watt schwankt. In heller Umgebung bietet sich der Modus „THX Bright Room“ an. Das Bild erstrahlt zwar nicht so hell wie bei den LCD-Fernsehern, genügt aber auf jeden Fall. MPEG-Artefakte werden durch feines Grundrauschen kaschiert, Plasma-typisch flackern helle Motive leicht. SD-Sender könnten wie beim LG einen Tick mehr Schärfe zeigen. Schnelle Bewegungen gelingen sehr gut: Das Bild verwischt nicht, Farbsäume und Abstufungs­effekte treten kaum auf. Doppelkanten ­entfernt der Schärfeverbesserer „Intelligent Frame Creation“ bei hoher Einstellung sehr effektiv, wenn auch nicht gänzlich artefaktfrei. Hoch­skalierte 4:3-Signale lassen sich dank voller Formatumschaltung korrekt darstellen. Der Ton ist mit sattem Brustton, aber bedeckten Mitten und Höhen durchschnittlich. Lüfter und Elektronik verursachen leise Geräusche, die in stiller Umgebung hörbar sind.

 

Bildqualität Blu-ray

Kritik verdient die HD-Signal-Verarbeitung: Sweep-Testbilder offen­baren eine leichte Schärfeanhebung, die feine Schriften vom PC nicht optimal erscheinen lässt. In Filmen stört das aber kaum. Recht empfindlich reagiert der Plasma auf kontrastreiche Standbilder; sie neigen zum Nachleuchten (kurzzeitiges Einbrennen). Am Abend empfehlen wir den Modus „Professional“: Grundhelligkeit und Gammakurve sind dunkler abgestimmt, Profis haben Zugang zu allen Bildreglern. Die ­Farben überzeugen auch hier: Schwarzweissfilme erscheinen ohne Farbstich, die Farbtemperatur schwankt kaum und beträgt im Mittel fast ideale 6600 Kelvin. Grund- und Mischfarben sehen ebenfalls ­neu­tral aus. In dunklen Szenen ergibt sich eine tolle Tiefenwirkung: Der TV liefert ein homogenes und Blickwinkel-unabhängiges Schwarz, an das die LCDs nicht heranreichen. Schattenpartien werden gut durchgezeichnet, hoher Kontrast und feines Grundrauschen lassen ­Nachtmotive filmisch aussehen. Die Bewegungsschärfe ist hoch, die rotierenden Roulettekessel im Intro von Casino Royale verwischen nicht, sondern werden mit einer klaren Vierfachkante dargestellt.

 

Fazit

Der TX-P55VT50J von Panasonic ist ein grosser Wurf: Er liefert in dunkler Umgebung ein filmgerechtes Bild mit viel Kontrast und guten Farben. Auch am Tag wirkt er ausreichend brillant. Zudem punktet er mit viel Ausstattung, komfortabler Bedienung und fairem Preis. Dagegen agiert er insbesondere im 3D-Betrieb nicht so hell wie die LCD-Konkurrenz, zieht mehr Strom und mag keine Standbilder.

 

Samsung UE55ES6880

 

Der Vertreter der aktuellen TV-Mittelklasse von Samsung lockt mit reichhaltiger Ausstattung bei moderatem Preis: Für rund 2300 Franken gibts viele Multimedia-Extras, flexible Bildregler und zwei mitgelieferte 3D-Shutterbrillen.

 

Drehfuss und Zierrahmen bestehen aus hochglänzend verchromtem ­Kunststoff, der Bildschirm ist von einem matt­schwarzen Rahmen eingefasst.

 

Ausstattung und Bedienung

Der Universal-TV-Tuner versteht sich auch auf DiSEqC-1.2- und USALS-Steuersignale für drehbare Sat-Anlagen. Der Mediaplayer lässt sich flexibel per USB, Netzwerk-Stream oder Wi-Fi Direct füttern und spielt viele Video­dateien ab; Menü und Bedienungsanleitung liefern dazu detaillierte Infos. Das Internetportal Smart Hub offeriert verschiedenste Angebote, die Youtube-App verwöhnt mit HD und 3D. Video­experten freuen sich über Farbfilter, ein vollständiges Farbmanagement und Gammaregler zum Farbabgleich. Am Bedienkomfort gibt es nur die indirekt zugängliche Bildformat-Umschaltung und das verspielte Smart-Hub-Menü zu bemängeln. Der Sendersuchlauf ist dank programmierter Transponderliste nach wenigen Sekunden erledigt. Die Senderliste ist praxisgerecht vorsortiert, lässt sich flott durchsuchen und bietet Filter für Programmanbieter (Bouquet) und HDTV-Kanäle. Die USB-Aufzeichnung punktet mit Time-Shift und einem beliebig lang im Voraus programmierbaren Timer.

 

Die Fernbedienung lässt sich komplett beleuchten. Die leichtgängigen Folientasten sind resistent gegen Staub und Fingerabdrücke.

 

Bildqualität Fernsehen

Im Gegensatz zum Modus „Natürlich“, der künstlich-plakative Bilder mit überzogener Schärfe und Farben beschert, liefert „Film“ ein gutes Bild mit sauberen Farben. Nur die Rauschfilter sollte man bei gutem Empfang abschalten und die Schärfe leicht reduzieren. Das Bild weist bei SD- und HD-Sendern ordentliche Feinzeichnung auf, wobei SD-Sender noch knackiger wären, wenn sich wie bei Panasonic und Sony der Bildbeschnitt abschalten liesse. Bei voll aufgedrehtem Hintergrundlicht und ohne „LED Motion Plus“ erreicht der TV seine Maximalhelligkeit von rund 180 Candela pro Quadratmeter, allerdings verwischt das Bild in schnellen Szenen leicht. Schaltet man LED Motion Plus hinzu, sinkt die Helligkeit um rund ein Viertel, dafür gelingen unverwischte Kameraschwenks. Der halbglänzende Bildschirm ist Geschmacksache, er spiegelt subjektiv stärker als die tiefschwarzen, hochglänzenden „Ultra Clear Panel“-Schirme, die Samsung bei seinen teureren LCD-Fernsehern verwendet. Mit sattem Brustton sowie wenig verfärbten Mitten und Höhen übertrumpft der Klang Panasonic und Sony.

 

Bildqualität Blu-ray

Pixelmuster-Testbilder zeigt der TV bei optimaler Schärfeeinstellung mustergültig. Lob verdienen auch die tollen Farben: Ob Hauttöne, Knallbuntes in Animationsfilmen oder Graunuancen in Casa­blanca – selbst ohne Feintuning gelingt stets der richtige Farbton. Erst aus schräger Perspektive färbt sich das Bild lilastichig, doch damit kämpfen fast alle LCD-Fernseher. Ein ernsthaftes Manko offen­bart die Bewegungsdarstellung von 24- und 60-Hertz-Material: Während der Tests stockte das Bild immer wieder, besonders bei 24p-Zuspielung, als würde der TV bestimmte Einzelbilder verschlucken (Frame Drop). Versuche mit verschiedenen Blu-ray-Playern und unterschiedlichen Einstellungen im Motion-Plus- und LED-Motion-Plus-Menü brachten keine Besserung. Schade, denn grundsätzlich beherrscht der Samsung eine klare und scharfe 24p-Darstellung. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller den Fehler per Software-Update eliminiert. Weitere Schwächen liegen im niedrigen Kontrast, der Nachtszenen in dunkler Umgebung etwas kraftlos aussehen lässt. Dann fällt das bläuliche Restlicht auf, das die Tiefen­wirkung des Bildes verringert.

 

Fazit

Der preisgünstige UE55ES6880 gefällt im TV-Alltag dank bequemer Bedienung, vielen Funktionen und ordentlichem Klang. Filmliebhabern, die häufig Blu-ray ansehen, können wir ihn wegen der fehlerhaften 24- und 60-Hertz-Darstellung derzeit aber nicht empfehlen.

 

Sony KDL-55HX855

 

Seiner neuesten Modellreihe spendierte Sony ein tolles Design und innovative Extras. Es gibt sie im Übrigen auch als Serie HX850 ohne eingebauten Satellitentuner rund 100 Franken günstiger. Gemeinsames Highlight ist die lokal geregelte Rahmen-LED-Lichtquelle, die beim Stromsparen hilft.

 

Der Sony setzt auf eine bündige Hochglanzfront. Der breite Fuss lässt sich zwar nicht drehen, das Display aber immerhin neigen.

 

 

Ausstattung und Bedienung

Bei Multimedia ist der LCD-Fernseher mit HbbTV und vielen Internet-Extras auf der Höhe der Zeit. Youtube macht dank HD und 3D Spass. Der Mediaplayer spielt die wichtigsten Musik-, Foto- und Filmdateien, die er per USB, Netzwerk (WLAN) und Wi-Fi direkt entgegennimmt. Die Track-ID-Funktion informiert auf Knopfdruck über Musikstücke. Das Bildmenü bietet mit Reglern für Farbbalance, Gamma und HDMI-Farbmatrix solide Einstellmöglichkeiten. Im Menü findet man sich nach kurzer Eingewöhnung gut zurecht, nur die teilweise verzögerte Reaktion stört. Das USB-Aufnahme-Menü ist übersichtlich; allerdings lässt sich der Timer nur zwei Wochen im Voraus programmieren. Die Senderliste ist zwar gut vorsortiert, aber Sortierfilter fehlen leider.

 

Die Sony-Fernbedienung ist kompakt, doch die Wippen für Lautstärke und Programm liegen
etwas ungünstig.

 

Bildqualität Fernsehen

Die Bildvoreinstellungen finden sich im Szenen-Auswahlmenü: „Kino“ liefert das natürlichste Bild. Der tiefschwarze Hochglanzschirm sorgt für einen brillanten Bildeindruck, die Entspiegelung ist ordentlich. Das TV-Bild bietet eine tolle Feinzeichnung bei SD- und HD-Programmen, vor allem wenn der Bildbeschnitt abgeschaltet wird. Besonders mit Sportprogrammen macht der Sony wegen seiner hervorragenden Bewegungsschärfe Spass: Wir empfehlen den Motionflow-Modus „Klar Plus“; damit reduziert sich die Helligkeit zwar auf rund 120 Candela pro Quadratmeter, doch in leicht abgedunkelter Umgebung reicht das aus. Selbst schnellste Kameraschwenks ver­wischen dann nicht, und die Schlierenbildung – ein heikler Punkt bei Rahmen-LED-Fernsehern – ist nur gering ausgeprägt. Eine schier perfekte Bewegungsschärfe erzielt der Motionflow-Modus „Impuls“, der aber niedrige Helligkeit und starkes Flackern bei 24- und 50-Hertz-Signalen nach sich zieht. Kritik gibts für unvollständige Formate: Hochskalierte Letterbox-Signale lassen sich nur verzerrt oder mit schwarzen Balken darstellen. Der Ton ist nur mittelmässig, weil die im Fuss eingebauten Lautsprecher den Mitteltonbereich stark verfärben; mit den Klangreglern kann man nur wenig ausrichten. Der Stromverbrauch ist für die Grössenklasse sehr niedrig.

 

Bildqualität Blu-ray

Mit Blu-ray zeigt der Sony ein knackig-scharfes Bild, die leichte Schärfe­anhebung fällt nur in Testbildern auf. Sauber, aber nicht so gut wie bei Sportsendungen gelingen schnelle Bewegungen mit 24p-Film: Im Modus „Klar Plus“ zeigt der Sony den sogenannten Film-Judder klar und unverwischt, doch bei bestimmten Bewegungen entstehen leichte Linien und Pixelsäume, so etwa im Intro von Casino Royale. Die Farbtemperatur liegt mustergültig bei 6500 Kelvin. Der schwache Lilastich, der nur bei Schwarzweissfilmen auffällt, lässt sich mit den Farbreglern beheben. Bei Nachtszenen schlägt sich der Sony trotz dem nur durchschnittlichen Kontrast und dem leicht violetten Restlicht ordentlich: Dunk­le Details differenziert er sauber, die dynamische Hintergrund­beleuchtung sorgt durch Abdimmen für ein tiefes und sattes Schwarz. Schräge Blickwinkel sollte man vermeiden: Der Kontrast lässt sehr schnell nach, zudem leiden Farben und Gamma.

 

Fazit

Der KDL-55HX855 ist ein nahezu rundum gelungener Fernseher mit gutem Bild, toller Ausstattung und niedrigem Energieverbrauch. Die Schwächen liegen im verfärbten Sound, im fahlen Bild aus schräger ­Perspektive und im mittelmässigen TV-Komfort. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dennoch erstklassig.

 

Einen Test der neusten 55-Zoll-Modelle finden Sie in diesem Beitrag.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Infos im Web:

http://www.lg.com
http://www.panasonic.ch
http://www.samsung.ch
http://www.sony.ch
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