Login
E-Mail
Passwort
Fehler
Sie befinden sich hier: Home
21.06.2012 / / Udo Ratai

BLU-RAY FÜR ALLE

Die Preise für Blu-ray-Spieler – auch der Markenanbieter – sind im Keller.Da stellt sich natürlich die Frage, ob man für rund 200 bis 500 Franken überhauptnoch vernünftige Qualität erwarten darf. Die Antwort lautet: ja.
 

Die Entwicklung bei Blu-ray-Playern verläuft rasant. Trotz immensem Kostendruck stecken die Hersteller modernste Technik in ihre preisgünstigen Geräte. Einige der getesteten Modelle spielen 3D-Fotos im MPO-Format ab oder steigern die Bildqualität des angeschlossenen TV mit besonders effektiven Bildjustagen. Auch die Multimedia-Optionen werden stetig erweitert, beispielsweise um die Abspielmöglichkeit für verlustlose FLAC-Audio-Dateien oder 3D-AVCHD-Videos.

 

VIEL AUSSTATTUNG FÜRS GELD

Alle hier getesteten Modelle spielen 3D-Videos ab und verfügen sogar über einige Merkmale der Oberklasse. Der Yamaha für rund 500 Franken verzichtet zwar auf drahtlose WLAN-Technik, bietet aber via Ethernet den Youtube-Zugang mit neuer „Leanback“-Darstellung. Als Highlight kann er Farbfehler mittels Farbmanagement effektiv korrigieren. WLAN zählt sowohl bei beiden Panasonic-Playern als auch beim Sony-Modell zum Standard. Alle drei nutzen das WWW intensiv und erlauben den Zugriff auf vielseitige Internetportale. Zudem erschlies-sen sie per optionale USB-Kamera die kostenlose Videotelefonie. Darüber hinaus erkennen sie 3D-Fotodateien und bieten eine 3D-Konver­tierung für herkömmliche 2D-Videos an. Die beiden Einsteigermodelle von Sony und Panasonic kosten nur 220 respektive 230 Franken und sind dennoch wahre Ausstattungswunder. Panasonics Oberklasse­modell DMP-BDT320 für 300 Franken setzt auf eine neue, jedoch etwas gewöhnungsbedürftige Sensor-Fernbedienung. Besser gefällt die Steuerung des Sony-Players, mit dem man zudem per USB-Tastatur durchs Web navigieren kann. Der Yamaha BD-S671 erscheint bei einem empfohlenen Verkaufspreis von rund 500 Franken vergleichsweise teuer. Der effektive Marktpreis weicht aber wohl auch bei ihm nach unten ab.

 

 

EMPFEHLUNGEN DER REDAKTION

Alle vier getesteten Blu-ray-Spieler zeigen ein erfreuliches Ergebnis, denn sie offerieren durchweg hochwertige und ausgereifte Technik zum günstigen Preis. Die beiden Panasonic-Player agieren praktisch ­fehlerfrei und sind damit rundum empfehlenswert. Der DMP-BDT320 profiliert sich gegenüber dem minimal günstigeren DMP-BDT220 durch sein aparteres Design und die Möglichkeit, den Klang durch Feintuning dem persönlichen Geschmack anzupassen. Audiophile Heimkinoliebhaber werden auch den Sony BDP-S590 mit seiner SACD-Wiedergabe zu schätzen wissen. Seine Bildqualität kann fast durchweg überzeugen. Das gilt ebenso für den BD-S671 von Yamaha, der punkto Design spe­ziell auf die hauseigenen AV-Receiver abgestimmt ist und so schon viele Freunde finden wird.

 

Panasonic DMP-BDT220

Panasonics neues 3D-Einstiegsmodell gibt es in der Variante BDT221 auch in Silber. Panasonic hat ihm WLAN-Technik spendiert, das Bildschirmmenü überarbeitet und interessante Funktionen hinzugefügt.

 

Panasonics 3D-Player DMP-BDT220 verbraucht im Betrieb nur 8 Watt, bietet dennoch eine komplette Multimedia-Aussatttung mit WLAN und Skype-Option.

 

 

Ausstattung und Bedienung

Abgesehen von einem zweiten HDMI-Ausgang bietet das neue 3D-Einsteigermodell BDT220 ein volles Ausstattungspaket. Dazu zählen eine 2D/3D-Konvertierung mit einstellbaren 3D-Parametern sowie ein gros­ses Arsenal an Bildreglern. Die Skype-Option erfordert die rund 150 Franken teure USB-Kamera TY-CC20W. Für Multimediadateien stehen an der Vorderseite ein weiterer USB-Anschluss sowie ein SD-Karten-Laufwerk zur Verfügung. Neben Fotos und AVCHD-Videos verarbeitet der neue BDT220 jetzt auch MP4- und MPEG-Filme. Über USB werden diverse weitere HD-Videos (AVCHD, DIVX HD, MPEG-2, MP4, MOV, MKV oder XVID) erkannt, deutlich mehr als über LAN oder WLAN. Musikfans freuen sich darüber, dass der BDT220 auch verlustlose FLAC-Dateien abspielt. Neu und ein kleines Highlight für Fotofans ist, dass der BDT220 die siebenfachen Bildregler sowie den Regler „Detailschärfe“ auch bei JPEG-Bildern oder 3D-Fotos einsetzt. Hochformate zeigt der Panasonic automatisch korrekt, 3D-Fotos gibt er mit Frame Packing im Format 1080/24p aus. 3D-Fans werden den neuen Menüpunkt „3D AVCHD-Ausgabe“ schätzen, der bei 3D-Camcordervideos zwischen Original- und 2D-Wiedergabe umschaltet.

 

Die handliche Fernbedienung bietet ein übersichtliches
Tastenfeld. Tiefer gehende
Funktionen erreicht man über das neu gestaltete OSD-Menü oder die Optionstaste.


 

 

Die „Internet“-Taste der Fernbedienung führt zu knapp 30 vorinstallierten Diensten, darunter auch Facebook, Twitter oder Youtube. Über den „Market“-Button lassen sich weitere nach Genres sortierte Portale installieren. Im Schnell­startmodus, der im Stand-by nur 3,3 Watt verbraucht, können Ungeduldige binnen zweier Sekunden auf das Hauptmenü zugreifen und schneller auf das Netzwerk oder ins Internet wechseln. Einen Browser bietet Panasonic allerdings ebenso wenig wie die Möglichkeit zum Anschluss einer USB-Tastatur. Der sparsame Player kommt ohne Lüfter aus und bietet ein leises Laufwerk, das je nach Scheibe zwischen 16 Sekunden bei DVDs und 35 Sekunden bei Blu-ray-Discs mit komplexem Menü braucht.

 

Bildqualität

Eine native Bildausgabe von DVDs im Halbbildformat 576i fehlt. Allerdings meisterte der Panasonic alle unsere Testsequenzen an DVD-Vollbildern im Format 576p oder 1080p korrekt. Man kann den Progressive-Modus zwar immer noch auf „Film“ oder „Video“ umstellen, wird aber zum Modus „Auto“ keinen Unterschied feststellen. Dies gilt auch für Blu-ray-Discs, die flimmerfrei scharf und in allen vier HDMI-Farbmodi (RGB Standard/erweitert, YCbCr 4:4:4/4:2:2) mit originalgetreuen Farben wiedergegeben werden. Die Bildregler, die bei 2D- und 3D-Filmen sowie Fotos verfügbar sind, werden Tüftler begeistern: Neben sieben­fachen Videoeinstellungen im User-Modus stehen eine dreistufige Detailanschärfung und „Super-Auflösung“ sowie der Farbfilter „Chrominanz-Prozess“ zur Verfügung. Aufgrund der umfangreichen Videoausstattung und originalgetreuen Bildqualität verdient sich der Pana­sonic hier ein Extralob. Videos können in 3D konvertiert werden: Zwar lassen sich der 3D-Effekt, die 3D-Ebene oder der Bildschirmtyp nach­regeln, doch simuliert der Videoprozessor vor allem plastische Menüs und keine echten dreidimensionalen Videoinhalte.

 

Tonqualität

Der BDT220 bietet neben Bitstream- oder intern decodiertem PCM-Ton eine bis 250 Millisekunden einstellbare Audioverzögerung. Über die drei Remaster-Klangprogramme tönen CDs etwas weicher und weniger dynamisch. Wichtig: Im Auslieferungszustand ist im Menü „Digital Audio Ausgang“ der Punkt „BD-Video Zweitton“ aktiv. Er muss deak­tiviert werden, sonst wird bei Blu-ray-Discs anstelle 7.1-Bitstream-Ton nur Dolby-Digital-Ton bzw. DTS-Kern im 5.1-Format ausgegeben. Der Stereoton klingt bei CDs neutral und ist messtechnisch tadellos.

 

Fazit

Panasonics neuer 3D-Einsteiger-Player DMP-BDT220 bietet eine überragende Bildqualität und tolle Multimedia-Ausstattung für Filme oder Fotos. Er spielt mehr Videocodecs sowie FLAC-Dateien und macht mit integriertem WLAN viel Spass im Internet oder Heimnetzwerk.

 

Panasonic DMP-BDT320

Mit nur 29 Millimetern Bauhöhe ist der Panasonic DMP-BDT320 der flachste Blu-ray-Player im Testfeld. Dazu bietet er ein extravagantes Design mit Slot-in-Laufwerk sowie eine raffinierte Sensor-Fernbedienung. Auch die Ausstattung mit 3D-Technik und WLAN für umfangreiche Internet- und Netzwerk-Optionen kann sich sehen lassen.

 

Kaum ein Spieler ist flacher als der Panasonic DMP-BDT320. Der elegante 3D-Player mit Slot-in-Laufwerk ist ein Hingucker und bietet WLAN für Netzwerk und Internet sowieeine 2D/3D-Konvertierung oder die Skype-Option.

 

 

Ausstattung und Bedienung

Im Vergleich zum technisch ähnlich bestückten BDT220 kostet der BDT320 rund 70 Franken mehr. Dafür bietet er einen optisch eleganteren Auftritt und einige überraschende Kabinettstückchen. So erkennt ein Sensor Personen in der Nähe und aktiviert den Quick-Start-Modus, um gegebenenfalls schneller reagieren zu können. Nähert sich die Hand dem Gerät, beleuchtet ein blauweisser LED-Streifen die Front, was die Bedienung des Slot-in-Laufwerks vor allem im dunklen Heimkino vereinfacht. Wenn länger nichts passiert, wechselt der Player automatisch in den Stand-by-Modus. Der Stromverbrauch geht dann von 3,1 auf 0,1 Watt zurück. Der BDT320 zählt zu den sparsamen Playern und kommt ohne Lüfter aus. Sein Laufwerk arbeitet allerdings eine Spur lauter als das des BDT220. Je nach Scheibe brauchte er zwischen 14 Sekunden bei DVDs und 40 Sekunden bei Blu-ray-Discs mit komplexem Java-Menü.

 

Sensorfeld statt Tasten: Die neue Fernbedienung mit Touchpad kommt mit zwölf Tasten aus. Die Auswahl wichtiger Direktfunktionen über dreifach umschaltbare Softkeys erfolgt aber umständlicher als bei einer konventionellen Fernbedienung.

 

 

Auch die Fernbedienung des BDT320 geht eigene Wege und nutzt zur Navigation ein Sensorfeld ähnlich wie das Touchpad bei einem Notebook. Sie muss sich deshalb mit zwölf Tasten begnügen. Die Be­dienung der Sensorfläche gelingt aber nicht immer sicher und führte im Test häufig zu Fehleingaben, etwa bei den Befehlen „Pfeil rauf“ oder „Pfeil rechts“. Ausserdem fehlen wichtige Direktfunktionen wie „Top Menü“ oder eine direkte Zifferneingabe. Im Vergleich gelingt die Bedienung des Players mit der voll bestückten IR-Fernbedienung des BDT220 schneller und sicherer. Auch technisch gleicht der DMP-BDT320 dem „kleineren“ Bruder bis ins Detail und spielt wie dieser mehr Video­codecs als die Vorgängermodelle inklusive 3D-AVCHD-Videos oder FLAC-Dateien und bietet Netzwerk- sowie Internetzugang über WLAN sowie Skype-Videotelefonie.

 

Bildqualität

Alle Messwerte und visuellen Tests liefern gleiche Ergebnisse wie beim BDT220, nämlich eine fehlerfreie Vollbildwandlung für DVDs und Blu-rays sowie originalgetreue Farben über HDMI in allen vier HDMI-Farbmodi. Die zahlreichen Bildregler ­wirken wie beim BDT220 auch bei 2D- oder 3D-Fotos. Die 2D/3D-Simulation liefert aber auch nur einen Pseudo-3D-Effekt, ohne echte 3D-Videoinhalte zu generieren.

 

Tonqualität

Bei den Tonfunktionen bietet der DMP-BDT320 schliesslich doch etwas mehr als der Bruder BDT220. Neben den drei Remaster-Programmen stehen zusätzlich sechs Röhrenklang-Programme bereit, die den weichen harmonischen Klang von Röhrenverstärkern simulieren sollen. Das Programm „Digital Tube-Sound 1“ klingt tonal in Bass und Grundton hörbar schlanker, liefert subjektiv aber erstaunlich lebendige Klangfarben. Dagegen unterscheidet sich etwa „Digital Tube-Sound 6“ kaum vom originalen CD-Klang. Audiophile bevorzugen trotzdem das analoge Original, also den Klang eines echten Röhrenverstärkers. Mit den Funktionen „Hohe Klangklarheit“ bzw. „Hohe Klangklarheit Plus“ lässt sich beim BDT320 das analoge Videosignal abschalten oder das HDMI-Signal zweistufig abschalten. Dann wird über HDMI entweder nur Ton und ein schwarzes Bild oder im zweiten Schritt gar kein Bild- oder Tonsignal über HDMI ausgegeben. Klangunterschiede waren am analogen Stereoausgang aber nicht hörbar.

 

Fazit

Das flache Design wirkt extravagant und modern, die Bedienung mit der neuen Sensorfeld-Fernbedienung ist dagegen eher umständlich und gewöhnungsbedürftig. Technisch liefert der Panasonic BDT320 eine perfekte Bildqualität und eine nahezu identische Ausstattung wie der BDT220. Die zusätzlichen Röhrensound-Modi und einzeln abschalt­baren Videoausgänge sind nette Extras, zumindest Letzteres bringt aber objektiv keine Klangvorteile.

 

Sony BDP-S590

Sony verpasste dem BDP-S590 gegenüber dem Vorgänger ein neues Design und hat in Details an der Bildqualität geschraubt. Auch die Ausstattung mit 2D/3D-Konvertierung, integriertem WLAN sowie Zugang zu zahlreichen Internetportalen kann sich sehen lassen.

 

Das Design des Sony BDP-S590 zeigt abgerundete Seiten,die Tasten sind auf die Oberfläche gewandert. Der Player istsparsam im Verbrauch und überzeugt mit guten Internet-und Netzwerk-Optionen sowie integriertem WLAN.

 

 

Ausstattung und Bedienung

Im Vergleich zur Vorgängergeneration haben die Japaner den Strom­verbrauch auf knapp 7 Watt halbiert und den Lüfter weggelassen. Der BD-S590 bietet keine Skype-Option, hat aber drahtlose WLAN-Technik und besondere Extras wie die SACD-Wiedergabe oder eine 2D/3D-Konvertierung an Bord. Echte 3D-Fotos im MPO-Format kann man über Netzwerk oder USB abspielen – ein tolles Extra, sofern es der eigene 3D-Fernseher nicht schon mitbringt. Auch spielt er viele Videoformate ab (AVCHD, MPEG-1/2/4, XVID, WMV), nur DIVX fehlt.

 

Sonys Fernbedienung bietet ein übersichtliches Tastenfeld. Tiefer gehende Funktionen erreicht man über die Taste „Options“ und das weitverzeigte ­Bildschirmmenüin PS3-Optik.

 

 

Dank WLAN holt der Sony BDP-S590 zahlreiche Internetdienste inklusive Daten aus der Gracenote-­Datenbank komfortabel ins Wohnzimmer. Per USB-Tastatur lässt sich die Texteingabe vereinfachen, auch wenn bei der Tastatur die Buchstaben „z“ und „y“ vertauscht sind. So machen selbst Internetausflüge über den einfachen Webbrowser Spass. Unter den 27 Internetdiensten liefert „3D Experience“ verschiedene Filmbeispiele von Kinoausschnitten bis Sport in 3D, erfordert aber eine Internet-Bandbreite von 10 Mbit/s. Der Player lässt sich auch per Smartphone steuern und optimiert die Bildqualität verpixelter Internetvideos. Im Videomenü können alle Auflösungen von 576i bis 1080p, drei HDMI-Farbmodi (YCbCr 4:4:4, YCbCr 4:2:2, RGB) sowie die passende Bildschirmgrösse in Zoll für den 3D-Fernseher eingestellt werden. Gut gefällt, dass der Sony aus dem Stand-by heraus sofort auf die Auswurftaste reagiert. Der Schnellstartmodus sorgt hier schon nach 2 Sekunden für ein Bildschirmmenü. Das kostet aber rund 4 Watt Stromverbrauch im Stand-by, ohne den Schnellstartmodus dauert es 26 Sekunden. Verschiedene DVDs und Blu-rays starten mit dem Bild nach 11 bis 26 Sekunden, Blu-rays mit komplexem Java-Menü brauchen entsprechend länger.

 

Bildqualität

24p-Kinofilme in 2D und 3D erscheinen in den beiden YUV-Farbmodi originalgetreu mit bester Bildschärfe und korrekter Darstellung ultraweisser oder ultraschwarzer Kontraste. Der HDMI-Farbmodus „RGB“ liefert allerdings bei Grün zu stark und bei Rot zu schwach gesättigte Farben. Die Vollbildwandlung für DVD-Kinofilme und für 1080i-Videomaterial auf Blu-ray-Disc wurde optimiert: Der BDP-S590 meisterte selbst schwierige Testsequenzen perfekt und wandelt auch HDTV-Videos im Format 1080/30p flimmerfrei in das Full-HD-Format 1080/60p.

 

Auf den ersten Blick lässt man sich auch von Sonys 2D/3D-Kon­vertierung beeindrucken. Der dreifach justierbare Effekt simuliert aber keine echten 3D-Perspektiven in Videos. Zu sehen sind vor allem plastisch gestaffelte Menüs oder leicht nach hinten gewölbte Fotos. Klassische Bildregler wie Schärfe, Helligkeit oder Kontrast fehlen, dafür lassen sich eine hellere oder dunklere Gamma-Kennlinie und Rauschfilter gegen Block Noise und Mosquito Noise aktivieren.

 

Tonqualität

Der Sony BDP-S590 gibt SACD-Ton analog mit zwei Kanälen aus oder liefert via HDMI den DSD-Datenstrom auch in Mehrkanaltechnik an geeignete AV-Receiver. Über HDMI wird Kinoton auf Blu-ray wahlweise als Bitstream oder als intern decodierter PCM-Ton ausgegeben. Sollten Synchronsationsprobleme zwischen Bild und Ton auftreten, lässt sich der digitale Ton über die „Options“-Taste um maximal 120 Millisekunden verzögern.

 

Fazit

WLAN-Technik sowie gute Streaming- und Internet-Optionen machen viel Spass beim Sony BDP-S590. Als Blu-ray- und DVD-Player überzeugt der neue 3D-Spieler mit optimierter Vollbildqualität und verdient sich im Sehtest ein Spitzenergebnis. Mit offenem Browser und an­schliessbarer USB-Tastatur kommen Websurfer auf ihre Kosten.

 

Yamaha BD-S671

Yamahas neuer 3D-Player BD-S671 passt gut zum Design der neusten AV-Receiver des Hauses. Zum Preis von rund 500 Franken sind moderne Netzwerk-Applikationen sowie tief gehende Videoregler an Bord. Sie enthalten erstmals ein gut funktionierendes Farbmanagement für sechs Farben.

 

Yamahas neuer 3D-Player BD-S671 zeigt ein elegantes Design in Titan oder Schwarz. Als Extra bietet er neben DLNA-Streaming und Youtube erstmals ein komplettes Farbmanagement für effektives Bildtuning.

 

 

Ausstattung und Bedienung

Eine gewisse Verwandtschaft zu anderen Marken-Playern scheint am Bildschirmmenü erkennbar zu sein, das Ähnlichkeiten zum ebenfalls mit Farbmanagement ausgerüsteten Toshiba BDX3200 KE zeigt. Dessen Regler nützen aber wenig, können nur blind ohne Videobild justiert werden und funktionieren bei Blu-rays gar nicht. Bei Yamaha klappt dagegen alles wie erwartet, weshalb der BD-S671 manch älterem ­Display oder Heimkinoprojektor zu schöneren und angenehmeren Farben verhelfen kann.

 

Dafür stehen für die Grundfarben Rot, Grün und Blau sowie für die Mischfarben Gelb, Cyan und Magenta Regler für Helligkeit, Farbton und Farbsättigung bereit. Yamahas Justagen für Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung oder Schärfe regeln auch 3D-Filme, nur das Farbmanage­ment funktioniert hier nicht.

 

Übersichtlich: Die Fern­bedienung liegt gut in der Hand und gefällt mit sinnvoll ­aufgeteiltem Tastenfeld.

 

 

Zur exklusiven Videoausstattung zählen ausserdem komplette Farbmodi (YCbCr 4:4:4, YCrCr 4:2:2, RGB, RGB Voll) und alle wichtigen Auflösungen über HDMI (von 576i bis 1080/24p), dazu ein Rauschfilter und ein umschaltbarer Filmmodus (Auto, Video, Film). Besondere 3D-Optionen wie eine 3D-Fotowiedergabe oder eine 2D/3D-Konver­tierung fehlen dagegen.

 

Über USB und LAN zeigt der Yamaha Dias mit Begleitmusik und dreht Hochformat-Fotos automatisch. Videocodecs aller Art (AVCHD, DIVX HD, H.264, WMV, MOV oder MPG) laufen in einwandfreier Qualität, DIVX-HD-Filme sogar ruckelarm mit 24 Hertz. In puncto Internet gibt es nur Youtube-Videos und BD-Live-Extras. Eine Wi-Fi-Nachrüstung ist nicht vorgesehen. Der sparsame Yamaha-Player kommt ohne Lüfter aus, das leise Laufwerk gibt nur gelegentlich lautere Posi­tioniergeräusche von sich.

 

Bildqualität

Der BD-S671 erweist sich auch als erstklassiger DVD-Spieler. Im Filmmode „Auto“ liefert er eine ausgezeichnete Kino-Vollbildwandlung. Selbst kritische Testsequenzen wie die Strandszene aus Sechs Tage, sieben Nächte gelingen perfekt, lediglich kurzes Flimmern taucht etwa bei Rillenmustern gelegentlich auf. Diese kleinen Störungen verschwinden im Modus „Film“, dann werden auch komplexe Filmpassagen wie die schwierige Rummelplatzszene aus Space Cowboys einwandfrei auf­gedröselt. TV-Material erfordert die Einstellung „Auto“ oder „Video“, sonst entstehen Kämme.

 

Dank sauberer Bildschärfe und original­getreuer HDMI-Wiedergabe verdient sich der Yamaha bei DVDs und Blu-rays Bestnoten. Neben makellosen 24p-Kinobildern in 2D und 3D meistert der BD-S671 auch HDTV-Videos, die auf 60i-Material basieren. Kanten werden ohne Treppenstufen aufgelöst und bei HD-Camcordervideos im Format 1080/30p verschwinden feine Flimmerstörungen im Filmmodus „Film“. Greift man über die Taste „Setup“ auf das Videomenü zu, können alle Videoregler für Helligkeit und Kontrast inklusive des tollen Farbmanagements bei laufendem Videobild justiert werden.

 

Tonqualität

Standardmässig liefert der Yamaha BD-S671 alle modernen Tonformate im Bitstream-Format oder als intern decodierten PCM-Ton. Für alte Receiver ist auch eine DTS-Neucodierung der Dolby-Hochbit-Formate True HD und Digital Plus integriert. Die analogen Stereoausgänge überzeugen mit glattem Frequenzgang und hohem Rauschabstand von 102 Dezibel.

 

Fazit

Der BD-S671 passt gut zu den neusten Yamaha-Heimkino-Komponenten und zeigt praktisch perfekte Bilder bei DVDs und Blu-rays. Ein Highlight ist das komplette Farbmanagement, das älteren Displays zu schöneren Farben verhelfen kann. Auch die Abspielfunktionen für Multimedia über USB oder Netzwerk überzeugen.

 

 

 

Share

LESERTREND

Meistgelesene
Neuste Artikel

Aktuelle Ausgabe / Inhaltsverzeichnis

7&8 / 2014: inkl. Dossier zum Thema Fotografieren Heute

 

 

Ausgabe bestellen - Abonnent werden - Schnupperabo lösen

Jahrbuch 2014  

 

 

- Weitere Infos

- Ausgabe bestellen

Home Electronics auf dem iPad

Geniessen Sie Home Electronics auf Ihrem iPad und lesen Sie das digitale Ebenbild der Printausgabe mit zusätzlichen multimedialen Inhalten ergänzt.

Der Profi in Ihrer Region

Eine Auswahl von Fachgechäften mit attraktiven Angeboten und professioneller Beratung