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25.07.2012 / Filmtipps / Dani Maurer, outnow.ch

LUSTIGE GESELLEN

Zu zweit gehen Spezis durch dick und dünn, retten einander oder die ganze Welt aus brenzligen Situationen und haben stets ein paar ­unterhaltsame Sprüche parat. „Buddy Movies“ sorgen für Kurzweil.
Titel: Best of: Dick und Doof
Jahr: 1929–1940
Regie: Verschiedene
Schauspieler: Stan Laurel, Oliver Hardy
Hersteller/Vertrieb: Kinowelt

 

In den zwanziger bis fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatte das Publikum zumindest im Kino etwas zu lachen. Damals standen Stan Laurel und Oliver Hardy in 79 Kurzfilmen und 27 Spielfilmen vor der Kamera und zeigten, was hervorragende Situations­komik sein kann. Im Brunnen versenkte Klaviere, demolierte Häuser, brennende Hinterteile – das totale Desaster war Programm. Es brachte ihnen Ruhm und Reichtum.

 

Wenn die Kameras nicht mehr liefen, sah die Wirklichkeit anders aus: Während Oliver Hardy in den Filmen stets der Anführer war und Stan Laurel kaum einen Schuh vor den anderen setzen konnte, verkörperten die beiden im Privatleben genau die umgekehrten Rollen. Hier war Stan Laurel die kreative Kraft und führte seinen Kumpel, so gut es ging, durchs Leben, möglichst fern vom Glitzerlicht und von den meist vollen Champagnergläsern.

 

 

36 Stunden Lachmuskeltraining

Auch heute haben Dick und Doof – wie Laurel und Hardy bei uns heissen – nichts von ihrer Attraktivität eingebüsst. Bei Filmen wie Die Wüstensöhne (1933) oder In der Fremdenlegion (1939) bleibt nach wie vor kein Auge ­trocken. Die Filme gibt es seit 2009 als drei DVD-Boxen zu kaufen mit allem, was Stan und Ollie produziert haben.

 

Eine DVD-Box trainiert die Lachmuskeln knapp 12 Stunden. Von den stummen Anfängen bis hin zu den letzten Produktionen wird alles gezeigt. Dazu kommen hintergründige Dokumentationen, wie etwa über die Schwierigkeiten, die der Wandel vom Stumm- zum Tonfilm für die Schauspieler mit sich brachte. In Sachen Bild- und Tonqualität muss man natürlich Abstriche machen, da einzelne Filme schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Der echte Dick-und-Doof-Liebhaber lässt sich davon aber kaum beirren.

 

Titel: Lethal Weapon – Complete Edition
Jahr: 1986–1999
Regie: Richard Donner
Schauspieler: Mel Gibson, Danny Glover, Joe Pesci
Hersteller/Vertrieb: Warner Home Video

 

Neueren Datums ist die Zusammenarbeit des Duos Mel Gibson und Danny Glover. 1987 sieht man sie zum ersten Mal als Roger Murtaugh, einen älteren Polizisten kurz vor der Pensionierung, und Martin Riggs, den Cop mit Hang zum Wahnsinn. Gemeinsam gehen sie in Lethal Weapon auf die Jagd nach Drogenschmugglern und Geldwäschern. Das machten sie so erfolgreich, dass zwischen 1989 und 1998 nochmals drei Filme mit dem ungleichen Duo produziert wurden.

 

Die bisher vier erschienenen Lethal Weapon-Filme gibt es als DVD-Box, als „Complete ­Edition“, zu kaufen. Jeder Film ist doppelt enthalten: Als originale Kinofassung oder als Director’s Cut. Alles, was sehenswert ist, ist also da. Dazu gibt es Dokumentationen und Making-ofs, die Einblicke in die Produktion erlauben und, extra fürs weibliche Publikum, die tollen Haare von Mel Gibson einfangen. In technischer Hinsicht darf man sich auf ein ­sauberes Bild und einen kräftigen Ton freuen. Besonders bei den Songs von Eric Clapton ist das ein wichtiger Punkt.

 

Titel: Men in Black – Collector’s Box
Jahr: 1997–2002
Regie: Barry Sonnenfeld
Schauspieler: Will Smith, Tommy Lee Jones, Lara Flynn Boyle
Hersteller/Vertrieb: Sony Pictures

 

2012 hatten sie ihren dritten Einsatz, 15 Jahre zuvor feierten sie ihr Debüt: Die Men in Black wurden 1997 zum ersten Mal aufs Kinopublikum losgelassen, und das Duo Will Smith und Tommy Lee Jones machte mächtig Eindruck. Ob es sich um gigantische Kakerlaken, sprechende Möpse (hier ist der Hund gemeint) oder andere Ausserirdische handelte, die Einheit sorgte für Recht und Ordnung, stets mit einem flotten Spruch bewaffnet. Die ersten beiden Filme sind in einer schicken DVD-Box erhältlich, zu der ausserdem noch eine Disc mit allerlei Hintergrundinformationen produziert wurde. Zum Schauen gibt es jede Menge, und da dürfte manche Stunde vor dem Fernseher verbracht werden. Am besten zusammen mit dem besten Kumpel bei Bier und Chips, sozu­sagen als Hommage an die Buddy Movies.

 

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