Noch recht frisch sind sie: meine Eindrücke von der „Erlebnis-Messe für exzellente Unterhaltungselektronik“, wie sich die High End 2012 in ihrem Claim selbst feiert.

In der Tat bot die Münchener Veranstaltung Anfang Mai erneut ein Fest der Sinne. Ohren und Augen bekamen wieder reichlich von dem Stoff, aus dem die audiophilen Träume sind. Man musste nicht unbedingt hören, um zu staunen über die wunderschönen Plattenspieler, die riesigen Lautsprecher oder gigantischen Endstufen. Die veranstaltende High End Society präsentiert Impressionen auf ihrer Homepage www.highendsociety.de. Und auch Home Electronics hat eine kleine Fotogalerie zusammengestellt auf www.home-electronics.ch/highend2012.
Highend liegt im Trend – sonst wären die 20 000 Quadratmeter in den Hallen des M,O,C, nicht von 366 Ausstellern (Rekord) aus 33 Ländern (Rekord) so üppig belegt worden. Trotz zum Teil schönem Ausflugswetter tummelten sich ganze Scharen in Showrooms oder auf den Präsentationsflächen, insgesamt zählten die Organisatoren 14 671 Besucher (beinahe Rekord).
Und mehr denn je spielte die Musik von Streamern, von eigens eingerichteten Netzwerken – von angedockten iPhones, iPads oder iPods beliefert oder kontrolliert. Die vor wenigen Jahren noch belächelte oder gar verachtete smarte Technik hat die scheinbar so elitäre Highend-Welt im Sturm erobert, hat sich klanglich dank High Resolution längst etabliert. Kaum einer führte noch mit CDs vor, einzig Plattenspieler wurden – und auch das in beeindruckender Mannschaftsstärke – als alternative Quelle des Wohlklangs genutzt.
Schallplatte und Festplatte – kein ernsthafter Audiophiler sieht da noch einen Widerspruch. Für mich der schönste Trend im Highend, den wir auf der High End Swiss vom 19. bis 21. Oktober 2012 in Zürich Regensdorf bestimmt bestätigt sehen und hören werden.
// Lothar Brandt, Chefredaktor