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14.06.2012 / / Bruno Habegger

DAS MOBILE SPORTSTUDIO

Wer Fussball, Olympia und Leichtathletik nicht verpassen will, kommt um einen mobilen Fernseher nicht herum. Das Smartphone oder Tablet dient unterwegs als Fernsehempfänger. Doch auch klassische Technik steht zur Verfügung.
 

Im Sportjahr 2012 folgt ein Höhepunkt dem anderen. Vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 werden Jogis Jungs mit Sicherheit wieder fussballerisch Druck machen und am Ende vielleicht das Glück pachten. Am 27. Juni beginnen die Leichtathletik-Europameisterschaften in Helsinki. Dann folgt eine kurze Verschnaufpause, ehe am 27. Juli die Olympischen Sommerspiele in London eröffnet werden.

 

Wer in diesen bewegten Zeiten viel unterwegs ist, dürfte einige spannende Momente und Fussballspiele verpassen. Es sei denn, er besitzt das richtige Gerät mit der richtigen Empfangstechnik. Grundsätzlich stehen zwei Übertragungswege zur Verfügung.

 

 

 

DVB-T: Digitales „Luftfernsehen“

Man kann das digitale, über die Luft übertragene TV-Signal abgreifen. Dazu braucht es einen DVB-T-Empfänger. Das Kürzel bedeutet Digital Video Broadcasting – Terrestrial und entspricht dem klassischen Fernsehsignalempfang via Antenne. Das DVB-T-Format hat hier inzwischen das veraltete, auch über die Luft übertragene analoge TV-Signal abgelöst (UHF/VHF). Es bietet eine sehr gute Bild- und Tonqualität, ganz ohne die vom alten Verfahren her bekannten Geisterbilder. Neue Fernseher sind meistens mit DVB-T-Empfang ausgerüstet. Mit einem Zusatzgerät (Settop-Box, USB-Stick) lässt sich die Technik nachrüsten – so mutiert ein Notebook zum Fernseher. Unterwegs steckt man einfach einen DVB-T-Empfänger an den USB-Anschluss des Notebooks an und startet die mitgelieferte Software. Sie bietet unter anderem einen elek­tronischen Programmführer (EPG, Electronic Program Guide) und Aufzeichnungsfunktionen.

 

Der DVB-T-Empfänger MyTV 2Go von Hauppauge verfügt über einen direkten Anschluss ans Dock der Apple-Geräte. Aufnahme und zeitversetzte Wiedergabe sind damit möglich. Der integrierte Akku sorgt für rund 7 Stunden Fernsehzeit am iPad 2. Preis: 128 Franken.

 

Einen gewichtigen Nachteil gibt es: Die DVB-T-Technik eignet sich nicht für Reisende im Zug oder Bus. Das Signal bricht je nach Empfänger und Versorgungslage zusammen, wenn es über das Schritttempo hinausgeht. Das Bild friert ein, es kommt zu Klötzchenbildung, Tonstörungen – und der Fan verpasst unter Umständen das entscheidende Tor oder den Zieleinlauf. Ausserdem eignet sich nicht jeder Standort gleich gut für den Empfang. Es gibt Qualitätsunterschiede zwischen den Geräteherstellern. Deshalb sollte der DVB-T Empfang mit dem gewählten Gerät am gewünschten Standort getestet werden. Wer mit dem Händler ein Rückgabe- beziehungsweise Umtauschrecht vereinbart und die Schachteln zu Hause sorgsam auspackt, ist auf der sicheren ­Seite. Der Empfang von DVB-T-Signalen ist für Billag-Fernsehgebühren-­Zahler frei.

 

Elgatos DVB-Empfänger Eye TV ist für den Dock­anschluss an iPhone und iPad gedacht. Mit Aufzeichnung und Live-Pause. Seine eigene Batterie reicht für 9 Stunden Fernsehen. Preis: 120 Franken.

 

Übrigens: Wer sich beim DVB-T-Schauen über den Jubel rundherum wundert, wird den Grund wenige Sekunden später erfahren – das Signal verzögert sich bei DVB-T. Eine weitere Einschränkung, die es in Kauf zu nehmen gilt: Die Namen auf den Trikots werden etwas unscharf dargestellt. Hochauflösendes Fernsehen (HDTV) ist über DVB-T zwar grundsätzlich möglich, in der Schweiz aber derzeit nicht erhältlich. Zudem muss man mit Sascha Ruefer, Steffi Buchli und den anderen Schweizer Moderatoren und Kommentatoren vorliebnehmen. Die SRG verbreitet über DVB-T nur ihre eigenen Programme.

 

Der DVB-T-Empfänger Philips PD9005 verfügt über einen 9-Zoll-Bildschirm und bietet alles in einem. Läuft gerade keine Sportübertragung über DVB-T, schiebt man eine DVD ein. Akku-Dauer bis zu 5 Stunden. Preis: 248 Franken.

 

Der DVB-T-Empfänger Tizi+ von Equinux lässt sich mit Apple-Geräten nutzen und unterstützt auch das Retina-Display. Er überträgt das Signal zum iPhone oder iPad. Im WLAN sorgt er für drahtlosen TV-Empfang. Preis: 125 Franken.

 

 

Der Universal-Stick Terratec H5 ist mit gleich drei Empfängern für DVB-T, DVB-C, analoges Fernsehen und UKW-Radio ausgestattet. Preis: 139 Franken.

 

 

 

Mobile TV: Fernsehen per Internet

Beim Internetfernsehen braucht es für den Empfang am Handy, Tablet oder Notebook einen Browser oder die App eines teilweise kostenpflichtigen Live-TV-Anbieters wie Zattoo.com, Teleboy.ch, Nello.tv oder Wilmaa.com. Bild und Ton werden hierbei wie eine E-Mail in Daten­paketen über das Internet übertragen. Allerdings werden diese kon­tinuierlich gesendet – Streaming nennt sich der Vorgang. Ein Browser kann diese Daten dann wieder „auspacken“ und mithilfe eines Zusatzprogrammes (Flash Player) darstellen. Selbstverständlich benötigt dieses Verfahren eine möglichst schnelle Datenverbindung. HSDPA im UMTS-Netz ist das schnellste der Surfgefühle. Die auf Daten aus­gelegte, noch schnellere Nachfolgetechnik LTE befindet sich in der Schweiz erst im Teststadium.

 

Fürs Fernsehen auf dem Handy bieten Swisscom, Sunrise und Orange spezielle Abos an (siehe weiter unten). Diese belasten das übliche Datenkonto nicht, das bei den meisten Handysurfern bereits aktiviert ist und eine bestimmte Anzahl Megabyte an Daten umfasst.

 

Das normale UMTS-Signal von Swisscom, Orange und Sunrise reicht grundsätzlich für den TV-Empfang aus. Allerdings muss man damit leben, dass die Signalanzeige immer wieder einmal auf den langsamen GSM-Datenmodus springt. Der Empfang stockt dann oder bricht ab. Sind zudem zu viele Nutzer gleichzeitig in einer Funkzelle aktiv, fühlt man sich hinsichtlich der Datenverbindung wie ein Fünftliga-Kicker auf einem Kartoffelacker.

 

Wer sich die Spiele mit seinem Notebook ansehen will, sollte sich vorzugsweise über ein WLAN ins Internet begeben. Hier stimmen Qualität und Preis. So ist es etwa mit Swisscom möglich, in vielen Zügen entlang den Hauptverkehrsachsen WLAN zu nutzen. Nicht unein­geschränkt: Die Qualität hängt von der gleichzeitigen Anzahl Nutzer ab und von der Erschliessung.

 

WLAN ist die beste Art, unterwegs die Spiele und Wettkämpfe live zu erleben. Unerfahrene Anwender sind jedoch oft unsicher, wie man sich an einem Hotspot in ein Funknetzwerk einloggt. Es ist ganz einfach: Zum Ein- und Ausschalten von WLAN verfügen die meisten Geräte über einen eigenen Schalter oder eine Tastenkombination. Nach kurzer Zeit zeigt sich unten rechts in der Taskleiste links von der Uhr ein kleines Netzwerksymbol, das nach einem Doppelklick darauf eine Liste der gefundenen Netzwerke preisgibt. Ein Klick auf das Netzwerk eines Anbieters und auf „verbinden“ öffnet den Zugang. Erst jetzt sollte der Internetbrowser gestartet werden.

 

Hat alles geklappt, erscheint eine Informationsseite des ausgewählten WLAN-Anbieters. Wer bereits ein Handy-Abo bei einem Anbieter hat, gibt seine Nummer ein, erhält darauf eine SMS mit dem Zugangscode. Manche Zugänge sind komplett kostenfrei. Die Surftour beginnt unmittelbar nach dem Verbinden.

 

Zugänge per WLAN sind grundsätzlich öffentlich. Private, geschäftliche und andere geheime Dinge sollten daher nicht darüber versendet werden. Informationen über Hotspots in der Schweiz und weltweit finden sich unter www.hotspot-locations.com.

 

Das Angebot der Provider

Mobile TV funktioniert im Browser oder mithilfe einer App. Letztere sind vor allem auf Mobiltelefonen und Tablets erste Wahl. Nebst unabhängigen Anbietern sind auch die Mobilfunkfirmen selbst mit solchen Angeboten vertreten.

 

Swisscoms mobiles TV Angebot nennt sich „TV Air“ (http://tvair.swisscom.ch) und ist in einer „kostenlosen“ werbespotversetzten Variante ohne Daten und für 9 Franken im Monat inklusive Daten er­hältlich. Die dazupassende App gibts für Android, iOS und Windows Phone 7. Im Angebot sind mehr als 60 Sender, Live-Sportevents im Einzelabruf (zusätzlich 5 Franken pro Event) sowie eine Online-Videothek ent­halten.

 

Orange TV (http://tv.orange.ch) bietet für Android- und iPhone-Geräte ebenfalls eine App an. Mehr als 80 Sender sind verfügbar. Für 9 Franken im Monat ist auch die Datenübertragung inbegriffen, ebenso 10 Stunden Aufzeichnungskapazität.

 

Bei Sunrise ist Mobile TV ein eigenständiges Angebot, nicht zu verwechseln mit Sunrise TV für das Wohnzimmer. 50 Sender, drei Stunden Aufnahmen und alle Daten inklusive – dafür bezahlt der Sportfan 9 Franken im Monat. Der Zugang erfolgt vom Handy oder Tablet aus über die mobile Site (http://mobiletv.sunrise.ch).

 

 

Die „unabhängigen“ Angebote

Auch von Providern unabhängige TV-Angebote sind verfügbar. Etwa dasjenige der Gratiszeitung 20 Minuten, die für 6 Franken im Monat 38 Sender freischaltet. Dahinter steckt Zattoo.com. Diesen Internet-TV-Anbieter gibts in verschiedenen Qualitätsstufen für beinahe jedes Endgerät, darunter iPhone, Windows Phone 7, iPad, und seit kurzem auch für Android-Smartphones.

 

Wilmaa (www.wilmaa.com) läuft überall, wo ein zeitgemässer Browser mit Flash installiert ist – also nicht auf iPad und iPhone. Dafür gibt es für dieses System eine App. Mit dem Kauf der App für 5.50 Franken bekommt man einen Monat Gratisfernsehen. Gerade richtig für den Sportsommer. 41 Franken kostet danach das Jahresabo.

 

Teleboy (www.teleboy.tv) schliesslich ist als Grundangebot kostenlos. Alle wichtigen Sender sind enthalten – auch auf den dazugehörigen Apps für iOS- und Android-Geräte sowie auf dem mobilen Portal (http://i.teleboy.ch). Sendungen lassen sich sogar gratis aufnehmen und später am PC betrachten – insgesamt wohl das beste und günstigste Live-TV-Angebot. Allerdings fallen bei all diesen „freien Angeboten“ Extrakosten an. Sie belasten das Budget der im Abo eingeschlossenen Datenmenge. Wer häufiger unterwegs über das Mobilfunknetz fern­sehen will, muss unbedingt sein Datenabo unter die Lupe nehmen und es idealerweise mit einer Flatrate erweitern.

 

Swisscom-Kunden wählen zwischen maximal 7.50 Franken pro Surftag (Prepaid) und 49 Franken im Abo-Modell (5 GB oder rund 10 Stunden Video inklusive). Bei Sunrise und Orange ist für denselben Preis eine unbeschränkte Menge an Daten inbegriffen. Wenn man aber rund um die Uhr Livesendungen schaut, könnte es dem Provider zu bunt werden und könnte er das Tempo drosseln. Orange hat die ­Temposchwelle auf 5 GB verbaut. Prepaid-Kunden bezahlen maximal 5 Franken pro Tag. Deutlich weniger, als die Reise in den Osten, in den Norden oder auf die Insel zu den Heroen der Sportwelt kostet.

 

 

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